Geschichte

Vereinsgründung

Norbert Wenaweser und Karl Gassner dachten schon in den Achtzigerjahren über einen Oldtimerclub für das Fürstentum Liechtenstein nach. Nach einem zufälligen Zusammentreffen von Karl Gassner, Olaf Gassner und Norbert Wenaweser am Oldtimer- und Teilemarkt in Bem im Jahre 1993, wurde wiederum kurz über das Bedürfnis nach einem Club für Besitzer von Veteranenfahrzeugen gesprochen. Im Herbst desselben Jahres lud dann Olaf Gassner einige bekannte Gesichter der liechtensteinischen Oldtimerszene zu sich nach Hause ein, darunter die späteren Vorstands- und Gründungsmitglieder Norbert Wenaweser, Karl Gassner, Roland Kieber, Elwin Hasler, Waldemar Mahlknecht und Dominik Amman. An diesem Abend wurde dann Gemeinde für Gemeinde mithilfe des Telefonbuchs nach weiteren Interessierten abgesucht und diese dann telefonisch zur Gründungsversammlung vom 18. Februar 1994 im Restaurant Linde, Schaan, eingeladen.

Dieser Anlass darf rückblickend durchaus als Erfolg gewertet werden. Die rund vierzig Anwesenden und die zwanzig entschuldigten Oldtimer-Interessierten dokumentierten eindrücklich das Interesse an einer solchen Institution. Unter den anwesenden Gästen durften die liechtensteinische Presse, der damalige Amtsleiter der Motorfahrzeugkontrolle, Herr Manfred Schurti sowie Vertreter des renommierten Schweizer-Motor-Veteranen-Clubs SMVC begrüsst werden.

Der neu gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: Olaf Gassner, Präsident, Dominik Amman, Aktuar , Norbert Wenaweser und Waldemar Mahlknecht, Technische Kommission, Karl Gassner, Elwin Hasler und Roland Kieber als Beisitzer. Zu den Gründungsmitgliedern stiess noch am selbigen Abend Anton Gstöhl als gewähltes Vorstandsmitglied in der Funktion des Kassiers hinzu. Heinz Ritter und Cony Leu-Mechnig wurden als Revisoren vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Der Präsident Olaf Gassner weist an der Gründungsversammlung eindrücklich auf die Intention des MVCL hin: Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll in der Bevölkerung das Bewusstsein geweckt werden, dass das Automobil trotz permanent diskutierter Verkehrsprobleme als technisches Kulturgut betrachtet, akzeptiert und als solches erhalten, gepflegt und restauriert werden muss. Der MVCL ist bestrebt, die Interessen seiner Mitglieder und die mit dem Veteranenfahrzeugwesen zusammenhängenden Anliegen gegenüber den Behörden, Institutionen, Versicherungsgesellschaften und bei ausländischen Vereinen zu vertreten.

Bereits vier Wochen später, am 19. März 1994, wird anlässlich der Generalversammlung des Schweizer-Motor- Veteranen-Club in Luzern, an welcher der MVCL durch den Präsidenten Olaf Gassner vertreten war, der Motor- Veteranen-Club Liechtenstein als autonome Sektion anerkannt und seine Mitglieder in einem erleichterten, pauschalen Aufnahmeverfahren in den SMVC aufgenommen. Dank der weltweiten Beziehungen des SMVC war es somit auch den MVCL-Mitgliedern möglich, an FIVA-Veranstaltungen teilzunehmen.

Die erste Vorstandssitzung tagte unter der Leitung des Präsidenten Olaf Gassner am 25. März 1994 im Restaurant Linde in Schaan. Am 12. April wird an die Fürstliche Regierung das Gesuch betreffend der Namensgebung des MVCL gestellt.

An der 2. Vorstandssitzung vom 6. Mai ’94 wurde die Durchführung einer ersten Oldtimerausstellung des MVCL beschlossen und für den 1. u. 2. Oktober ’94 geplant. Zu dieser Veranstaltung wurden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft eingeladen und es wurde auch eine breit angelegte Werbekampagne für diesen Anlass realisiert. Nebst viel Sympathie für diese mutige Idee gewann der MVCL unter den rund 2000 Besuchern viele neue begeisterte Anhänger und auch der Kassier Anton Gstöhl freute sich über diesen ersten Kassenfüller .

Im ersten Vereinsjahr trafen sich an 5 Stammtischabenden jeweils am ersten Montag des Monats engagierte Vereinsmitglieder im Restaurant Linde in Schaan zu einer ungezwungenen Plauderei in gemütlicher Atmosphäre.

Auf Initiative des MVCL tritt mit Wirkung per 1. Juli 1994 eine Neuregelung betreffend der Handhabung von Wechselschildern für Veteranenfahrzeug in Kraft.

Am 22. Juli 1994 trafen sich Mitglieder des Vorstandes mit der Graphikerin Karin Beck aus Planken, die mit der Gestaltung des Vereinslogos beauftragt wurde. Der Vorstand entschied sich einstimmig für das seit September ’94 verwendete Logo.

Das erste Vereinsjahr stand somit im Zeichen eines kontinuierlichen und geordneten Vorankommens in den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Vereinsgründung einerseits und der Realisierung kurzfristiger Ziele andererseits.

Präsidium:

Nach sechsjährigem Wirken als Präsident des MVCL tritt Olaf Gassner anlässlich der Generalversammlung vom 31. März 2000 aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Karl Gassner übernimmt neu für ein Jahr die Präsidentschaft des MVCL bis zur Generalversammlung im Jahre 2001, an welcher die Geschicke des Vereins für die kommenden zwei Jahre in die bewährten Hände des neu gewählten Präsidenten Norbert Wenaweser gelegt werden.

Nach jahrelangem Wirken des Gründungsmitglieder formierte sich der Vorstand anlässlich der Generalversammlung im März 2003 neu. Mit Heinz Beck, Hans Chesi und Egon Kaiser wurden neue Vorstandsmitglieder gewählt, wobei sich auch die Spitze des Vorstandes verändert hat. Mit Heinz Beck konnte ein Präsident verpflichtet werden, der das Geschaffene im Sinne und Interesse aller beteiligten Kräfte weiterpflegt und die ihm übertragenen Aufgaben verantwortungsvoll, kreativ und mit frohem Pflichtbewusstsein wahrnimmt. Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass den alten mit dem neuen Vorstand die gemeinsame Begeisterung für das Oldtimerwesen im Dienste des Vereinszwecks verbindet. Das vom neuen Vorstand eingebrachte Sachwissen, ihre Erfahrung und ihr Engagement sind letztlich der Garant für die erfolgreiche Bewältigung aller Verpflichtungen und Herausforderungen künftiger Vereinsjahre. „Alt gediente“ Vorstandsmitglieder konnten so beruhigt und mit einem guten Gefühl in die Reihe der „Aktivmitglieder“ zurück wechseln.

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