FIVA & MVCL

Anlässlich der Generalversammlung vom Oktober 2003 wurde der MVCL einstimmig als Mitglied in die FIVA aufgenommen. Wer ist die FIVA und was ist ihr Zweck?

FIVA = Fédération Internationale des Véhicules Anciens

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Die FIVA wurde am 1. März 1966 in Frankreich als ein internationaler Verband von historischen Fahrzeugclubs, überwiegend für noch erhaltene Strassenfahrzeuge mit Selbstantrieb aller Arten und älter als 20 Jahre gegründet. Es ist die einzige internationale Organisation, die sich mit historischen Fahrzeugen beschäftigt und von der UNESCO anerkennt ist. Sie wirbt für und beschützt unser historisches Fahrzeugerbe für die weiteren Generationen. Sie stellt Verbindungen zwischen begeisterten Clubs und Gruppen auf einer internationalen Basis her und unterstützt das Interesse aller an diesem Erbe.

Die FIVA ist eine nicht Gewinn orientierte Vereinigung, die verschiedene Ziele hat:

– die historische Automobilbewegung zu repräsentieren

– die Gesetzgebungen in den verschiedensten Ländern im Interesse dieser Bewegung zu beeinflussen

– die Benutzung dieser Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen zu sichern

– alle historischen Fahrzeuge zu identifizieren und zu klassifizieren

Obwohl das Interesse der FIVA in Bezug auf sportliche Veranstaltungen nur an Regelmässigkeitsfahrten liegt, ist es trotzdem wichtig Veranstaltungen zu kontrollieren um die Sicherheit zu gewährleisten, sodass keine gefährlichen Konkurrenzkämpfe oder schweren Unfälle passieren.

Die Reichweite der Interessen in der FIVA ist enorm: alle Typen der mechanisch betriebenen Fahrzeuge sind unter der FIVA vertreten, von grossen Dampf betriebenen Motoren bis zum winzigen Taktmotor, von opulenten und luxuriösen bis zu den praktischen, von den öffentlichen zu den militärischen, von Hochleistung- Sportautos bis zu Traktoren, alle haben ihren Platz in der FIVA.

Genauso wie die Autos die ganze Reichweite spannen, so tun das auch die rund 600.000 Menschen, die der FIVA angehören: von Beamten zu Banker, von Ladeninhabern bis zu internationalen Geschäftsmännern, von Bauarbeitern bis zu Ärzten. alle Wege des Lebens sind aktiv in den Aspekten der FIVA involviert. Jeden Tag, jedes Wochenende, Begeisterte auf der ganzen Welt widmen sich durch ihr Hobby allen Typen von historischen Fahrzeugen um sie zu bewahren, zu erhalten und zu fahren. Einige Begeisterte geben ein halbes (oder auch ganzes) Vermögen aus um ihre Fahrzeuge zu renovieren und zu pflegen, um sie wieder im alten Glanz erscheinen zu lassen. Einige zeigen ihren ganzen Stolz indem sie an Rallyes teilnehmen, andere haben dafür keine Zeit und bevorzugen es ihr Fahrzeug dafür zu verwenden, wofür es ursprünglich geplant war: alltäglich auf den Strassen zu fahren. Ob das Fahrzeug nun für familiären Spass oder für Wettbewerbe genutzt wird, sie werden von der Öffentlichkeit genauso wie von ihren Besitzern bewundert.

Diese Begeisterten passen auf einen sehr wichtigen Teil des Erbes auf. Wenn sie ihr Fahrzeug benutzen, gestalten sie ein „Rollendes Museum“. Indem sie ihre Autos renovieren, schützen sie alte Techniken und Fähigkeiten, die sonst vielleicht verloren gegangen wären.

Auf der ganzen Welt sind es über tausend Organisationen die sich mit historischen Fahrzeugen beschäftigen und eigene Interessen haben. Manche sind sehr gross, andere aber wiederum winzig klein, aber alle haben die gleiche Begeisterung. Manche widmen sich dem Individualfabrikat, andere ziehen spezielle Fabrikate vor. Die einen organisieren konstante Ausstellungen, andere sich bewegende Veranstaltungen wie eine Strassenrallye. Manche limitieren ihre Aktivitäten auf rein soziale Tätigkeiten, andere bieten spezielle Hilfe an wie zum Beispiel die Beschaffung von Ersatzteilen.

Auf internationaler Ebene sind die nationalen Clubs und Vereine miteinander durch die FIVA verbunden. Die FIVA mischt sich nicht in die Angelegenheiten der Clubs ein, kümmert sich jedoch um solche Angelegenheiten, die sich leichter auf einem internationalen Level bearbeiten lassen. So hat die FIVA speziell einen guten „Draht“ nach Brüssel. Die Eurokraten, die sich mit der Gesetzgebung für die Strassen und Fahrzeuge beschäftigen, denken an den täglichen Fahrzeugpark (diese Probleme sind schon gross genug) – und vergessen dabei die historischen Fahrzeuge.

Die FIVA kooperiert auch mit den zwei anderen grossen internationalen Strassenfahrzeugorganisationen, der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) und der FIM (Fédération Internationale Motocyclise) um den Respekt und das Verständnis für historische Fahrzeuge zu verbessern.

Die FIVA organisiert auch internationale Rallyes und Veranstaltungen durch die Eventkomission. FIVA Rallyes sind Touren oder reguläre Rallyes bei denen die Geschwindigkeit nicht mehr als 50km/h beträgt. Die FIVA besitzt einen sog. „Technical Code“ , indem festgestellt wird wie ein Oldtimer klassifiziert wird, Originale, reproduzierte oder gefälschte Autos erkannt und unterschieden werden und somit die Qualität erhalten bleibt. Auf internationalen Veranstaltungen wird eine FIVA Identitätskarte verlangt.

In der FIVA sind 85 verschiedene Clubs und Vereinigungen aus 62 Ländern organisiert.

Zum Zweck der gegenseitigen Information unterhält sie ein eigenes Sekretariat.

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