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FIVA

Die FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) ist eine weltweite gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz, der Erhaltung und der Förderung historischer Fahrzeuge widmet. Sie wurde 1966 gegründet und ist in mehr als 80 Ländern aktiv und vertritt Millionen von Liebhabern historischer Fahrzeuge rund um den Globus.

Seit 2017 ist die FIVA ein Partner der UNESCO mit beratendem Status und vertritt das automobile Welterbe und die damit verbundene Kultur.

Link FIVA Leitfaden

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Die FIVA sieht es als ihre Aufgabe an:

weltweit für die Erhaltung und die Benutzung historischer Motor-Veteranen in ihrem Originalzustand einzutreten,
das Studium historisch-technischer Informationen über Motor-Veteranen zu erleichtern,
Verbindungen zwischen Clubs, Ländern und Gruppen von Autoliebhabern auf internationaler Ebene herzustellen,
das Interesse der Allgemeinheit an der Erhaltung unserer automobilen Tradition zu wecken und schliesslich
dafür einzutreten, unsere Motor-Veteranen auch künftig nicht nur in Museen, sondern im Einsatz auf der Strasse verwenden zu können.

Das Interessengebiet der FIVA ist weitreichend und vielfaltig. Alle Arten von mechanisch angetriebenen Motor-Veteranen sind in der FIVA vereint, von gigantischen Dampfzugmaschinen zum kleinsten Moped, vom Luxus- bis zum Gebrauchsfahrzeug, vom Hochleistungs-Sportwagen bis zum Ackerschlepper – alle haben ihren Platz in der FIVA.

So wie die Fahrzeuge den gesamten Bereich aller Motor-Veteranen umfassen, so ist auch die halbe Million Fahrzeugbesitzer, die den Organisationen in 30 Ländern angehören, die letztlich die FIVA bilden, universell – vom Angestellten zum Banker, vom Schüler und Studenten bis zum Senior, vom Handwerker zum internationalen Geschäftsmann, vom Müllwerker zum Chirurgen – alle Sparten unseres Lebens sind aktiv im FIVA-Leben mit allen seinen Aspekten vereint.

Täglich, an jedem Wochenende, widmen sich Autoliebhaber in ganz Europa mit ihrem Hobby der Erhaltung, Wartung und Bewegung aller möglichen Arten von historischen Fahrzeugen.

Einige Autoliebhaber geben kleine Vermögen aus, um die Fahrzeuge in alter Pracht erstehen zu lassen, während andere viel Zeit und Energie aufwenden, um diese Fahrzeuge eigenhändig zu restaurieren.

Viele sind stolz darauf, ihre Fahrzeuge anderen Liebhabern und der Öffentlichkeit zu zeigen, indem sie an Veranstaltungen teilnehmen. Andere haben dafur keine Zeit, sondern haben Freude daran, die sich aus der ursprünglichen Bestimmung herleitet, mit den Oldtimern bei besonderen Gelegenheiten auf den Strassen unterwegs zu sein.

Ob die Fahrzeuge zum Vergnügen, für Club-Veranstaltungen oder Wettbewerbe eingesetzt werden, die Öffentlichkeit bewundert und bestaunt die von den Besitzern gepflegten Veteranenfahrzeuge.

Das Interesse an alten Fahrzeugen ist heute so gross, dass viele kleine Firmen und ungezählte Spezialisten daran arbeiten, die notwendigen Voraussetzungen zu erbringen, um die Fahrzeuge stets einsatzbereit und strassentauglich zu erhalten. Viele Arbeitsplätze sind geschaffen worden in Betrieben, die sich ausschliesslich mit der Restaurierung klassischer Veteranenfahrzeuge befassen und die ausserdem diese Fahrzeuge für die erforderliche Verkehrssicherheit nachrüsten.

Diese Arbeitsplätze geraten in Gefahr, wenn die Gesetzgebung den Automobilliebhaber daran hindern würde, sein Fahrzeug jederzeit wie früher im Strasseneinsatz benutzen zu können. Nimmt man ihm die Freiheit, sein historisches Fahrzeug zu benutzen, dann nimmt man ihm auch jeglichen Anreiz, es verkehrssicher zu erhalten.

In ganz Europa gibt es buchstablich tausende von Automobil-Veteranenclubs, Markenvereinigungen, bundesweiten und regionalen Organisationen, die sich alle mit Motorveteranen beschäftigen. Einige sind sehr gross, andere klein, aber alle leben von der Begeisterung ihrer Mitglieder.

Einige kümmern sich um einzelne Fahrzeugmarken, andere um besondere Typen. Einige veranstalten interessante Ausstellungen, während andere sich mehr z.B. mit Zuverlässigkeitsfahrten, also dem Einsatz auf der Strasse befassen. Einige beschränken ihre Aktivitaten auf ausschliesslich gesellige Veranstaltungen, und wieder andere gewähren spezielle Hilfe, wie z.B. bei der Beschaffung von Ersatzteilen.

Auf internationaler Basis sind diese Clubs in der FIVA vereinigt. Sie wurde 1966 gegründet und von der F.I.A. (Fédération Internationale Automobile) als alleinige internationale Vereinigung in Sachen historischer Fahrzeuge anerkannt.

Die FIVA kontrolliert und regelt die Aktivitaten ihrer Mitglieder-Organisationen durch gewählte Komitees und eine General-Versammlung.

Es wird ein ständiges Sekretariat unterhalten, dessen Aufgabe es ist, Informationen auszutauschen und die Kommunikation unter den Mitglieds-Organisationen (und anderen) aufrechtzuerhalten.

Es befasst sich mit vielen Einzelheiten, wie z.B. mit Sicherheitsvorschriften und der Handhabung der technischen und Umweltschutz-Vorschriften für die Durchführung von Veranstaltungen, der Dokumentation technisch-historischer Daten und Unterlagen.

Auf Antrag nationaler FIVA-Clubs hat die FIVA sogenannte FIVA A- oder B-Rallyes vergeben. A für internationale Beteiligung und B für nationale Beteiligung.

Von nationalen FIVA-Clubs werden World Rallyes veranstaltet, die Teilnahme erfolgt auf internationaler Ebene. Die Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden wird stets in grösstmöglichem Umfang angestrebt, und Orte mit touristischen Attraktionen bieten sich hierfur besonders an. Die Durchführung einer FIVA-Rallye fördert den Tourismus. Die Öffentlichkeit nimmt weite Wege auf sich, um Treffen historischer Fahrzeuge bei diesen Gelegenheiten mitzuerleben. Die Gesetzgebung darf die Vielfalt der Fahrzeuge bei solchen Treffen nicht einschränken.

Im Rahmen der verschiedenen Komitees der FIVA gibt es das ,,European Affairs Committee“ (Komitee für Europaische Angelegenheiten), das es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch weiterhin die uneingeschränkte Benutzung historischer Fahrzeuge auf den öffentlichen Strassen Europas sicherzustellen.

Ein hauptamtlicher Lobbyist vertritt die Interessen der historischen Fahrzeug-Bewegung in Brüssel und Strassburg. Die Anschrift des neuen Büros in Brüssel lautet: Rue de la Loi 44, B-1040 Bruxelles.

Eine sicher notwendige allgemeine europäische Gesetzgebung für neue Kraftfahrzeuge könnte die Interessen der Besitzer historischer Fahrzeuge mit der Vielfalt ihrer Fahrzeuge ernsthaft gefährden, wenn angemessene Ausnahmeregelungen nicht zugelassen würden. Die FIVA bittet alle Entscheidungsträger hierfür um Verständnis und Unterstützung.

DIE GESETZGEBUNG DARF DIESE INTERESSEN NICHT GEFÄHRDEN.